Industriemechaniker Zwischenprüfung

Allgemeines

Die Zwischenprüfung zum Industriemechaniker ist heute bereits Bestandteil der Abschlussprüfung. Für den Prüfling stellt sie eine große Herausforderung dar. Gegen Ende des zweiten Lehrjahres muss der Auszubildende seine erworbenen Fachkenntnisse in Theorie und Praxis durch erfolgreiches Ablegen einer Zwischenprüfung beweisen. Das Endergebnis dieser Prüfung geht mit 40% in die Bewertung der Abschlussprüfung ein. Daher wird die Zwischenprüfung heute auch oftmals als Abschlussprüfung Teil 1 bezeichnet.

Vorbereitungsphase

Solltest Du deine Prüfung in nächster Zukunft vor Dir haben, so ist es ratsam sich bereits relativ früh darauf vorzubereiten. Dabei kann es sehr hilfreich sein, nach folgender Liste vorzugehen:

1.) Lernplan aufstellen

Wann und wo kann ich gut und in Ruhe lernen? Zu welchen Zeiten lerne ich?
Dies ist die Grundlage für den erfolgreichen Beginn der Lernphase. Du kannst durch Planung und Koordination eine Menge Zeit gegenüber unkontrolliertem Lernen sparen.

2.) Schwerpunktinhalte des Lernplans festhalten

Wo liegen meine Stärken und Schwächen? Was habe ich nicht ganz verstanden, wo kam ich in der Berufsschule nicht mit? Habe ich in ein oder zwei Berufsschulklausuren schlechte Noten bekommen?
Hier kannst Du deine Schwächen genauestens einschätzen. Wichtig wäre es diese vorerst auszubessern indem dieser Stoff an den Anfang der Lernphase gelegt wird.

3.) Organisatorisches im Auge behalten

Auf welchem Stand ist mein Berichtsheft? Hat der Chef es sich vollkommen durchgesehen? Kann ich das so vorlegen?

Dieser Punkt ist nervig, aber ebenfalls wichtig. Wer kurz vor der Prüfung noch 2-3 Monate Berichtsheft abtippen oder schreiben muss, verliert wichtige Vorbereitungszeit.

4.) Kontinuierliches Prüfungsdurcharbeiten

Dieser Punkt wird in den Lernplan direkt mit eingearbeitet. Sobald Du deine Schwächen ausgemerzt hast, ist es an der Zeit Theorieprüfungen aus den Vorjahren durchzugehen. Dabei ist es wichtig, die falschen Antworten hinterher genauestens zu klären. Dadurch lernst Du enorm viel über Dinge die vielleicht in der Ausbildung nur am Rande erwähnt wurden. Zudem wirst Du mit dem Prüfungsablauf vertraut und verlierst die Nervosität.

5.) Erforschen der Praxisprüfungen aus den Vorjahren

Dieser Punkt wird parallel zum Durcharbeiten der Theorieprüfungen durchgeführt. Dadurch kannst Du den Umfang der Praxisprüfung besser einschätzen und siehst, was man von Dir erwarten wird.

6.) Arbeiten an der eigenen Praxisprüfung

Diesen Punkt habe ich ganz hinten angehängt, da dieser meist in der Arbeitszeit in den Firmen durchgeführt wird. Wenn Du parallel dazu die anderen Schritte befolgst, regelmäßig lernst, die Theorie nicht vernachlässigst und deinen Lehrplan einhältst, sollte die Prüfung ein voller Erfolg werden.

Abschließend kann man nur sagen, dass es sich lohnt. Eine gute Prüfungsvorbereitung sichert Dir eine sehr gute Note und trägt zu deinen späteren beruflichen Chancen positiv bei.

Zudem ist die Abschlussnote für eventuelle berufliche Weiterentwicklungen sehr interessant, wie etwa:

  • Aufnahme an einer Technikerschule
  • Aufnahme an einem technischen Gymnasium
  • Aufnahme an einer technischen Fachoberschule