Industriemechaniker Weiterbildung

Den Ausbildungsberuf Industriemechaniker/in gibt es seit 1987 in den alten Bundesländern. Die vorherigen Ausbildungsberufe Maschinenschlosser und Betriebsschlosser wurden abgelöst. Eine Neuordnung der industriellen Metallberufe erfolgte 2004. Seitdem sind die möglichen Einsatzgebiete die Orientierung für eine Ausbildung.

Spezialisierung nach der Berufsausbildung

Nach der breitgefächerten Ausbildung muss sich der Industriemechaniker für ein spezialisiertes Gebiet zwischen Wartung, Reparatur und Wartung entscheiden. Bereits während der Ausbildung kann ein Azubi besondere Bildungsangebot (Ausbildung Plus) nutzen.

Hierbei werden vielfältige Kenntnisse, über die eigentliche Ausbildungsordnung hinausgehend, vermittelt.

Die vermittelten Kenntnisse erstrecken sich auf:

  • das Management
  • Umweltschutztechnik
  • Computerführerscheine
  • spezielle internationale Qualifikationen.

Wer sich für den Beruf des Industriemechanikers entscheidet, wird aufgrund der ständigen Weiterentwicklung der Technik mit dem Lernen nie aufhören können.

Beruflicher Aufstieg durch Meisterausbildung und Studium

Der berufliche Aufstieg ist neben der sogenannten Anpassungsweiterbildung durch die Absolvierung von Meister- und Hochschulstudium möglich. Zu den Möglichkeiten zum beruflichen Aufstieg zählt die Prüfung zum Industriemeister/in der Fachbereich Metall oder die Weiterbildung zum Technischen Fachwirt. Diese Weiterbildungen bieten eine Möglichkeit zum Einstieg in Leitungsfunktionen der mittleren Führungsebene. Besitzt ein Industriemechaniker die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung kann er sich an einer Hochschule für ein Studium mit dem Bachelor-Degree im Bereich Maschinenbau bewerben. Mit einem Bachelor-Abschluss sind weitere Hochschulqualifikationen möglich.

Für das Studium bieten sich mehrere Varianten an:

  • Direktstudium
  • Abendstudium
  • Fernstudium von zu Hause aus

Studienanbieter sind sowohl staatliche als auch private Hochschulen und Akademien. Für die Studienfinanzierung gibt es oftmals Zuschüsse vom Staat und vom Arbeitgeber.

Rohstofforientierte oder verarbeitungsorientierte Studiengänge zur Weiterbildung des Industriemechanikers

Für einen Industriemechaniker bieten sich nach der Ausbildung Möglichkeiten
sich für rohstofforientierte oder verarbeitungsorientierte Studiengänge einzuschreiben. Rohstofforientierte Studiengänge befassen sich vor allem mit Fragen der Rohstoffgewinnung. Dabei geht es um die Erkundung von Rohstofflagerstätten bis zum ressourcen- und umweltschonenden Abbau.

Die verarbeitungsorientierten Studiengänge widmen in erster Linie den Endprodukten und deren Produktion. Für den Hochschulabsolventen mit Titel Diplom-Ingenieur, Bachelor oder als Master of Engineering stehen die Jobchancen generell sehr gut. Zudem sind baustofforientierte Ingenieure auch im Ausland gefragt.

Für alle diese spezialisierten Studiengänge sind die Bedingungen an den Hochschulen ausgezeichnet. Die Massenuniversität ist hier nicht zu finden. Im Vordergrund steht das Lernen in kleinen Gruppen und eine individuelle Betreuung durch die Hochschullehrer. Als Voraussetzung für ein Studium muss der Industriemechaniker die allgemeine Hochschulreife vorweisen. In einigen Fällen wird auch die berufliche Qualifikation als Zulassungsberechtigung anerkannt. Die Belegung der Masterstudiengänge erfordert ein vorheriges Studium mit Abschluss Bachelor oder Diplom-Ingenieur. Bachelorstudiengänge dauern in der Regel 6 Semester (4 Semester die Masterstudiengänge).