Der Industriemechaniker

Berufsbeschreibung und Tätigkeitsfeld des Industriemechanikers

Industriemechaniker sind für den Bau, die Wartung und Pflege verschiedener in Industrie und Handwerk genutzter Maschinen zuständig. Eingesetzt werden sie in Maschinenbaubetrieben oder in einer Industriebranche, beispielsweise in der Elektroindustrie. Die meiste Zeit verbringen Industriemechaniker in Werkstätten und Betriebshallen ihrer Arbeitgeber oder deren Kunden.

Fachliche und persönliche Voraussetzungen für den Beruf des Industriemechanikers

Wenn du darüber nachdenkst, nach deinem Schulabschluss den Beruf des Industriemechanikers zu erlernen solltest du überlegen, ob du die nötigen fachlichen und persönlichen Voraussetzungen für die erfolgreiche Ausübung dieses Berufs mitbringst. Dazu gehören handwerkliches Geschick, ein überdurchschnittlich gutes technisches Verständnis und die Bereitschaft, schwere körperliche Arbeit in Kauf zu nehmen.

Weitere wichtige Kriterien sind:

  • ein sicherer Umgang mit Zahlen und Daten,
  • die Fähigkeit, in komplexen Zusammenhängen zu denken,
  • eine sorgfältige, strukturierte Arbeitsweise,
  • Problemlösungskompetenz
  • Ausdauer und
  • Teamfähigkeit.

Die schulischen Voraussetzungen sind ein guter Hauptschulabschluss oder besser noch ein mittlerer Schulabschluss. Deine Noten in den Fächern Mathematik und Physik sollten besser als befriedigend sein, da diese für einen potentiellen Arbeitgeber besonders relevant sind. Im Netz findest du viele nützliche Tests, die dir helfen, deine Fähigkeiten richtig einzuschätzen und herauszufinden, ob der Beruf des Industriemechanikers der richtige für dich ist.

Informationen zu Ausbildungsdauer und Ausbildungsinhalten

Die Ausbildung zum Industriemechaniker beinhaltet sowohl theoretische als auch praktische Phasen. Die Theorie lernst du an einer Berufsschule bzw. an einem Berufskolleg, den praktischen Anteil absolvierst du im Betrieb deines Arbeitgebers. Wie genau sich schulische und praktische Anteile ergänzen ist von Bundesland zu Bundesland verschieden und hängt auch davon ab, wie der Lehrplan an der jeweiligen Berufsschule gestaltet ist. Insgesamt dauert die Ausbildung 1,5 Jahre, nach deren Ende eine schriftliche und eine praktische Abschlussprüfung anstehen. Alternativ gibt es natürlich auch andere Beruf wie der des Maler und Lackierer welchen man nur mit wenigen Ausbildung Schritten ausüben kann.

Folgende Ausbildungsinhalte werden vermittelt:

  • die Herstellung unterschiedlicher Bauteile aus verschiedenen Stoffen, beispielsweise aus Metall
  • die Bedienung unterschiedlicher Maschinen und die richtige Nutzung von Werkzeugen
  • die Montage von Bauteilen
  • die Wartung technischer Geräte und Maschinen
  • selbstständige Planung und Arbeitsorganisation
  • betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse
  • Service- und Kundenorientierung

Verdienstmöglichkeiten

Dein Verdienst steigert sich innerhalb deiner Ausbildung jährlich. Im ersten Ausbildungsjahr beträgt die Vergütung etwas 750 Euro, im vierten und letzten Ausbildungsjahr ca. 950 Euro. Diese Angaben sind jedoch Durchschnittswerte, wie viel genau du verdienst hängt von deinem Betrieb und dem Bundesland ab, in dem du deine Ausbildung absolviert. Das Einstiegsgehalt eines Industriemechanikers liegt zwischen 1000 und 3000 Euro brutto. Im Osten Deutschland sind die Löhne zurzeit noch geringer als im Westen.